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Geschrieben von: Karl-Heinz Schlehuber   
Samstag, den 18. November 2006

Transplantation für Anfang November geplant - Eltern von Hilfsbereitschaft überwältigt

Es gibt Hoffnung für die leukämiekranke Heleen: Wie die Eltern mitteilten, hat sich jetzt eine Person gefunden, bei der zehn genetische Merkmale zur Bildung der Blutstammzellen mit denen von Heleen übereinstimmen. So ist eine Stammzellspende für die einjährige Burgdorferin in greifbarer Nähe.

BURGDORF. Die Eltern haben die positive Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen. "Natürlich fällt uns ein Stein vom Herzen", sagt die Mutter. Aber das Paar wisse auch um die Risiken, die mit einer Bluttransplantation verbunden sind.

„Die schwerste Zeit hat die kleine Heleen noch vor sich", sagt Iris Traut, Sprecherin des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenspender-Registers in Hannover (NKR). Bevor sie die Infusion mit den neuen Blutstammzellen bekommt, sind noch zahlreiche medizinische Vorbereitungen notwendig. Etwa 100 Tage nach der Transplantation zeige sich dann, ob der Patient wirklich über den Berg sei, sagt Traut.

Die Eltern sind zuversichtlich, denn Heleen geht es derzeit ganz gut. „Sie ist fieberfrei und spielt auch wieder", sagt die 28-jährige Mutter erleichtert. Laut der Ärzte sei das Mädchen körperlich Stabil genug für eine Transplantation. Anfang November soll es soweit sein, sagt Heleens Vater.

Als der Kinderarzt Anfang Juli die Leukämie diagnostiziert hatte, sei für sie eine Welt zusammengebrochen, erinnert sich das Paar. „Dieser Tag war ein Horror." Woher sie die Kraft nehmen, ihr Kind zu unterstützen und ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen, wissen sie selbst nicht. „Früher habe ich immer gesagt, ich könnte das nie, aber jetzt müssen wir einfach", sagt die Burgdorferin.

Viel Kraft habe ihnen auch die Hilfsbereitschaft der Menschen gegeben, sagen beide. „Es ist faszinierend und beeindruckend, dass uns so viele Leute helfen wollen." Schon der Andrang bei der großen Typisierungsaktion der Feuerwehr habe sie sprachlos gemacht.

„Wir können den Burgdorfern gar nicht genug danken." Die Eltern hoffen, dass Heleen zum Jahreswechsel aus der Medizinischen Hochschule Hannover entlassen werden kann. Den Spender selbst können sie erst zwei Jahr nach der Transplantation kennen lernen. Solange bliebe die Person und auch deren Herkunft anonym, sagt Traut.

Samstag, den 28.10.2006

Hannoversche Allgemeiner Anzeiger

Anzeiger für Burgdorf und Lehrte

Susanne Wallentin