| Druckanstieg in einer Industrieanlage fordert ABC Zug |
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Um 8 Uhr traf sich der ABC Zug Region Hannover – Ost im Bereitstellungsraum, Uetze/Schützenplatz. Alle 61 anwesenden Kameraden/innen wurden von Zugführer Christan Fechner und seinem Stellvertreter Marco Beimes über den geplanten Tagesablauf informiert. Im Anschluß ging es per „Kolonnenfahrt“ in Richtung Landesfeuerwehrschule. Dort angekommen bot sich den Führungskräften folgendes Bild: Aus ungeklärter Ursache ist es in einem Industriebetrieb zu einem Druckanstieg im Rohrleitungssystem gekommen. Rohrleitungen und Behälter wiesen Leckagen auf. Ein Staplerfahrer hatte sich aufgrund eines Knalls so erschrocken, dass er das Lenkrad verriß, und eine Gitterbox mit Stückgut verlor. Beim Aussteigen wurde er von einem vorbeifahrenden PKW erfasst, überollt und tödlich verletzt. Der Fahrer des PKW konnte sich retten und schilderte die Lage den Einsatzkräften. Sofort wurden die Fahrzeuge der Dekon- Gruppe, Gefahrenabwehr, Meßgruppe, Brandschutz und Einsatzleitung in Stellung gebracht, und der Aufbau unter Berücksichtigung der Absperrgrenzen begann. Als erstes wurde erkundet, um welchen Stoff es sich bei dem auslaufendem Medium, handelt, es war Ammoniak! Der Einsatzleiter endschied, sofort die Gullis und Abläufe mittels Magnetplatten, Moosgummiplatten und Sinkkastenschnellverschlüssen zu verschließen.Danach wurden die Leckagen durch CSA- Trupps (CSA-Chemiekalienschutzanzug) mittels Leckdichtkissen, Bandagen, Rohrdichtkissen, usw., abgedichtet. Im Anschluß wurden die Stückgut- Gebinde bestimmt, sondiert, und in Behälter gestellt, damit eine Gefahr durch eventuelles Auslaufen, ausgeschlossen ist. Zu guter letzt wurde der verunglückte Staplerfahrer mittels Hebekissen unter dem PKW befreit. Die „Leiche“ wurde dekontaminiert. Nach einer Mittagspause mit Getränken, Bratwurst, saftigen Steaks und Salaten ging es zurück auf den Übungsplatz. Unter Anleitung wurde das richtige Vorgehen bei einem CSA- Notfall gezeigt. Hierbei musste ein verunfallter CSA- Träger schnellstmöglich dekontaminiert und aus dem Anzug befreit werden. Im Anschluß hatten frische und CSA-unerfahrene Kameraden /innen die Möglichkeit an den Trainingsgestellen der Landesfeuerwehrschule zu üben. Gegen 16.30 verließen die Einheiten das Gelände und rückten in ihre Standorte ein. Ein langer, lehrreicher aber auch spaßiger Übungstag hatte sein Ende. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Landesfeuerwehrschule Celle, dafür, das wir wiederkommen durften, und den Kameraden Carsten Schur (Uetze) und Eric Rennau (Hänigsen) für die tolle Übungsvorbereitung ab 6 Uhr morgens!!!!
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