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Am 27. November erhielt der damalige Ortsvorsteher Nöhre einen Auftrag, die vorher erstellten Statuten einmal „auf gutem Papier zu schreiben“, nach dem die Regierung in Lüneburg diese Statuten genehmigt hatte. Dieser Zeitpunkt gilt als offizieller Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte.
Nach diesen Statuten gab es eine Steiger- und eine Spritzenabteilung.
Erster Feuerwehrhauptmann war F. R. Rust.
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Neuer
Feuerwehrhauptmann wird der Hofbesitzer Heinrich Sievers.
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Auflösung und sofortige Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr nach
einem aussichtslosen Streit mit der Gemeindeverwaltung über Satzungs-
und Organisationsfragen.
Neue, ab dem 27. November 1891 gültige, Statuten brachten die
Erweiterung der Abteilungen um eine Schutzmannschaft.
Die neue Freiwillige Feuerwehr hatte eine Stärke von 110 Mann. Neben
den bestehenden Abteilungen gab es auch noch eine Hornistenabteilung.
Neuer Feuerwehrhauptmann wird Dr. Stackmann.
Alte Gemeindespritze um 1890
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Die Freiwillige Feuerwehr Lehrte wird Mitglied in der
vereinigten Landwirtschaftlichen Unterstützungskasse für im Dienst
verunglückte Feuerwehrmänner.
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Neuer 1. Kommandeur wird Louis Sommer und sein Stellvertreter Ernst
Sander. Beide wurden am 26. Mai 1903 gewählt.
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Der 3. Spritzenzug der Freiwilligen Feuerwehr Lehrte
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Seitens der Feuerwehr wird eine Sanierung oder ein Neubau des
Spritzenhauses Am Lindenberg angemahnt. Da das Bürgervorsteher-Kollegium
und der Magistrat sich nicht einigen konnten, wurden beide Vorhaben
verschoben und mit dem Beginn des 1. Weltkrieges vorerst aufgegeben.
Am 23. September wird in der Korpsversammlung der Uhrmacher Carl
Flentje zum 1. Kommandeur und zu seinem Stellvertreter der Gastwirt
Fritz Steinwedel.
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Auf überörtlicher Ebene wird ein (Lösch)-Bezirksverband mit der
Feuerwehr Arpke gegründet. Wegen Unstimmigkeiten war im Jahr 1914 ein
Bruch zu verzeichnen.
Erst 1929 wurde der Bezirksverband wiederbelebt oder neugegründet.
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Obwohl in diesem Jahr das gesamte Kommando wiedergewählt wurde,
machte der Fortzug des 2. Kommandeurs Fritz Steinwedel eine Ersatzwahl
notwendig, in der Reinhold Stelzer zum 2. Kommandeur gewählt wurde.
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Am 27. August begeht die Wehr ihr 25-jähriges Stiftungsfest, weil als Neugründungsdatum im Jahr 1891 angenommen wurde. Wegen des Krieges wurde das in einfachster und schlichtester Weise gefeiert.
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Die beiden Spritzenmänner Louis Behrens und Reinhold Voll werden zur Zahlung von 1 Mark in die Wehrkasse wegen Nichterscheines bei dem Niemeyerschen Brand bestraft.
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Neuer 1. Kommandeur wird am 13.5.1927 Fritz Ahlborn und als 2. Kommandeur wird der Bezirksschornsteinfegermeister Walter Schubert gewählt.
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Bei einem schweren Unfall kommt der 1. Kommandeur Fritz Ahlborn am 15.1.1929 ums Leben.
Am 4.5.1929 wird Walter Schubert zum 1. Kommandeur gewählt. Sein Stellvertreter wird der Gastwirt Wilhelm Liebergesell.
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Das 41-jährige Stiftungsfest findet vom 5. bis 6. Juni in den Festzelten im Stadtpark statt.
Gleichzeitig fand auch der 27. Kreisfeuerwehrtag statt. Für den Festumzug am 5. Juni mußte eine Ausnahmegenehmigung wegen des "Verbotes für Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel" erteilt werden.
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Das Zeitalter der Handdruckspritzen ging langsam zu Ende.
Im November 1933 übernahm die Feuerwehr eine trag- und fahrbare Flader-Motorspritze vom Typ Siegerin 1933. Die Abnahme erfolgte durch die Landschaftliche Brandkasse. Die Motorspritze eignete sich zum Betrieb mit Wasser und Luftschaum. Sie hatte eine feuerrote Lackierung und trug die Aufschrift "Feuerwehr der Stadt Lehrte 1933". Gezogen wurde die Spritze von einem alten Adler-Kraftwagen, der bei den Stadtwerken diente und vom Magistrat an die Feuerwehr übergeben wurde.
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In der Mitgliederversammlung am 16.2.1934 werden neue Satzungen beschlossen, die durch das Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933 und den dazu ergangenen Ausführungsbestimmungen erlassen worden sind.
Eine unheilvolle Zeit wirft ihre Schatten voraus.
Von nun an galten Freiwillige Feuerwehren als eingetragene Vereine, konnte aber weiterhin ihre Selbständigkeit bewahren.
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Brandmeister August Klauke wird neuer 1. Kommandeur, nach dem sein Vorgänger, vermutlich aus Altersgründen, sein Amt niedergelegt hatte.
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Die Feuerwehren nach dem Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23.11.1938 ihre Selbständigkeit, wurden in eine Hilfspolizeitruppe umgewandelt und unter reichseinheitliche Leitung gestellt.
Planungen für einen Neubau, die bis 1940 konkrete Formen annahmen, wurden verworfen, nachdem 1940 wegen des Krieges ein Neubauverbot in Kraft trat. Mögliche Standorte war ein Grundstück Ecke Marktstraße/Zum Alten Dorf, heute Grundschule 1 sowie ein Grundstück neben dem Haus der Arbeit zwischen der Ring- und Grünstraße.
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Durch die Einberufungen zum Wehrdienst lichteten sich langsam die Reihen der Brandschützer.
Die personelle Aufstockung erfolgte durch Miglieder der neu gegründeten Feuerwehr-Hitlerjugend. Einer ihrer Gründer war der erste Gerätewart Helmut Schodder.
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Die Feuerwehr Lehrte erhält ein fabrikneues Löschfahrzeug vom Typ LF 8 (Mercedes Benz) mit TSA in der üblichen dunkelgrünen Lackierung.
Dieses Fahrzeug befindet sich noch im Besitz der OFW Lehrte. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr-HJ übernommen führte Einsatzfahrten bis nach Hannover und Misburg durch.
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Ein weiteres Löschfahrzeug vom Typ LF 8 mit einem TSA wird in Dienst gestellt.
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Nach einer Auseinandersetzung mit seiner vorgesetzten Behörde wird der bisherige Führer der Feuerwehr Lehrte, August Klauke, seines Amtes enthoben. Anlass war die Kritik über die schlechte Wasserversorgung bei der Brandbekämpfung nach einem Bombenangriff am 12.9.1944 bei der Firma Carl Graf.
Sein Nachfolger wird Arnold Becker.
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Zerstörungen und der Zusammenbruch prägten das Land nach dem furchtbaren Krieg. Die Feuerwehrhäuser wurden teilweise geplündert und Feuerlöschgeräte sowie- fahrzeuge gestohlen. So auch in Lehrte.
Vornehmlich dem OBM Arnold Becker ist die Wiederbeschaffung eines gestohlenen Löschfahrzeuges und die Neuorganisation der Wehr zu verdanken.
Auch der Kreisbrandmeister Wilhelm Sadlowski sorgte mit einer Ersatzbeschaffung (LF 8 Opel mit TSA) für die Wiederaufrüstung der Lehrter Feuerwehr.
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Der bisherige Wehrführer Arnold Becker gibt sein Amt ab.
Sein Nachfolger wird Heinrich Bätje, der sein Amt aber bereits 1949 wieder niederlegte, nachdem es Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung wegen der schlechten Alarmierung gab.
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Neuer Leiter der Lehrter Feuerwehr wird Eduard Witt, der erstmalig den Titel "Stadtbrandmeister" trägt. Sein Stellvertreter wird Willi Becker.
Nach verschiedenen Einzelerlassen tritt am 21.3.1949 ein neues Feuerschutzgesetz für das Land Niedersachsen in Kraft.
Das Feuerlöschwesen wird von nun an wieder auf Basis einer Freiwillige Feuerwehr in Lehrte gestellt. Ausbildungsanleitungen, wie z. B. von Heimberg-Fuchs, dienen als Grundlage der Ausbildung der Feuerwehren. Auch die "Eimerfestspiele" wurden fortan eine beliebte Ausbildungsart. Die Lehrter Gruppen nahmen daran bis in die sechsziger Jahre mit unterschiedlichen Erfolgen teil.
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Vom 16. Juni bis 18. Juni feiert die Feuerwehr das 60-jährige Bestehen in einem Festzelt im Stadtpark. Fälschlicherweise wurde das Jahr 1891 als Gründungsdatum angenommen.
Im Frühjahr 1951 wird unter der Leitung des Kameraden Helmut Schodder eine Schülergruppe gegründet. Dieser Zeitpunkt gilt somit als Gründungsdatum der jetzigen Jugendabteilung der Ortsfeuerwehr Lehrte.
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Am 24. Mai wird das erste Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 15/50 Magirus übergeben und damit in Dienst gestellt und nimmt im gleichen Jahr an dem Bezirkswettkampf in Lehrte teil.
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Am 18. September wird Brandmeister Heinrich von Hinten stellv. Stadtbrandmeister, nachdem sein Vorgänger Willi Becker aus Krankheitsgründen sein Amt niedergelegt hatte.
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Mit einem Baukostenvolumen von 30.000 DM wird das jetzige Gerätehaus 2 an der Schützenstraße am 11. September übergeben. Mit drei Fahrzeugboxen und einer Werkstatt für den Gerätewart erfüllte der Neubau die damaligen Erwartungen an eine moderne Feuerwache.
In dem Gerätehaus "Am Lindenberge" im Lehrter Dorf verblieb nur noch das LF 8 mit TSA für die neu gegründete "Bauerngruppe".
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